Shoyu Ramen Rezept mit Teriyaki Tofu – schnell und lecker

Kennst du das, wenn du ein Gericht jeden Tag essen könntest, es aber viel zu aufwendig in der Zubereitung ist, um es halbwegs regelmäßig zu kochen? So geht es mir mit Shoyu Ramen. Deshalb habe ich ein schnelles, mega leckeres Rezept entwickelt. 

Ein ganzer Winter ohne Ramen?

Ich liebe Ramen, vor allem Shoyu Ramen. Am liebsten würde ich wie Naruto jeden Tag eine große Schüssel dampfendes Nudelglück inhalieren. Zum Glück habe ich in näherer Umgebung ein Ramen-Restaurant, das wirklich sehr leckere Ramen macht und ich nutze jede Gelegenheit, um dort Essen zu gehen.

Nur leider leben wir seit vier (!) Monaten im Lockdown. Das Restaurant hat deshalb zu und bietet weder Abhol- noch Lieferservice an. Daher sah es im Dezember, als der Lockdown beschlossen wurde und alle Restaurants schließen mussten, so aus, als müsste ich den restlichen Winter ohne meine geliebte japanische Nudelsuppe verbringen.

„Im Dezember sah es so aus, als müsste ich den restlichen Winter ohne meine geliebte japanische Nudelsuppe verbringen.“

Aber es ist ja schließlich Lockdown, wir verbringen viel Zeit zu Hause und können – sofern es Energie und Stimmung zulassen – in aller Ruhe Rezepte wieder und wieder ausprobieren und verfeinern.

Nachdem ich den Bubble Tea gemeistert hatte, sollten nun also ein Shoyu Ramen-Rezept in mein kulinarisches Repertoire aufgenommen werden. Die Basis ist eine würzige Brühe, verfeinert mit Sojasauce. Traditionell wird als Einlage Schweinebauch serviert. Da ich aber nicht so sehr auf deftige Fleischgerichte stehe und versuche, meine Ernährung größtenteils vegetarisch zu gestalten, habe ich mich für Tofu in Teriyaki-Sauce entschieden.

Das wohl wichtigste Kriterium für ein Rezept, das es zu meinen Standard-Rezepten schafft, ist der Zeitfaktor. 3 Stunden in der Küche stehen macht für mich nicht mal die leckerste Brühe der Welt wett. Da bekomme ich einfach nur schlechte Laune und im schlimmsten Fall werde ich hangry, weil ich zu spät angefangen habe…

Ramen Restaurant in Taito, Japan. Aus dem Artikel Shoyu Ramen mit Teriyaki Tofu – schnell und lecker
Ramen-Restaurant in Taitō, Japan © Hardik Pandya / Unsplash

Ramen – schlichte Nudelsuppe mit viel Potenzial

Instant-Ramen kennt wahrscheinlich jede:r. Die getrockneten Tütennudelsuppen aus dem südostasiatischen Raum sind auch in den meisten deutschen Vorratsschränken zu finden. Denn wenn der schnelle Hunger kommt und du absolut keine Zeit hast, dir etwas Vernünftiges zu kochen, ist die mit dem Wasserkocher schnell zubereitete Suppe zumindest schon mal ein Anfang. Nur auf die Zutatenliste solltest du dabei besser nicht schauen, denn viel Natürliches steckt da nicht drin.

„Alleine in Tokyo gibt es ca. 5.000 Suppenküchen, die die wärmende Brühe anbieten.“

In Japan sind frisch zubereitete Ramen das „Fastfood“ Nummer eins. Alleine in Tokyo gibt es ca. 5.000 Suppenküchen, die die wärmende Brühe anbieten. Ursprünglich von chinesischen Einwander:innen ins Land gebracht wurde die einfache Nudelsuppe schnell mit typisch japanischen Zutaten verfeinert und war anfangs vor allem ein Essen für ärmere Leute. 

Nach einem regelrechten „Ramen-Boom“, in dem zahlreiche Japaner:innen ihre Bürojobs aufgaben, um Ramen zu verkaufen, sind die trendigen Nudelsuppen heutzutage längst in der Mitte der japanischen Gesellschaft angekommen und werden in diversen Varianten und Preisstufen angeboten.

Und seit ein paar Jahren poppen auch in den größeren deutschen Städten immer mehr Ramen-Läden auf, da die japanische Nudelsuppe auch hier mit jedem:r begeisterten Tester:in bekannter wird.

So kommt die Nudelsuppe auf deinen Tisch

Für meine Shoyu Ramen habe ich mir als Grundlage das Ramen Rezept von 1mal1japan angeschaut, da es, im Gegensatz zu vielen anderen Rezepten im Netz, nicht aus ewiger Kocherei mit endlos vielen Zutaten besteht, die man nur für dieses eine Gericht braucht. Außerdem ist der Blog wunderbar sympathisch. 🙂

Das folgende Rezept ist fast vegetarisch, nur meine Dashi-Brühe ist eine Instantversion aus dem Asia-Markt auf Thunfischbasis. Die kann man aber auch vegan selber machen

Das Ramen-Rezept reicht für ca. 3 Portionen.

Zutaten für Shoyu Ramen mit Teriyaki Tofu. Aus dem Artikel Shoyu Ramen mit Teriyaki Tofu – schnell und lecker
Aus frischen Zutaten und Saucen wird ganz schnell eine vollmundige Nudelsuppe. © Daria / lemons

Zutaten

Für die Brühe brauchst du eine Zwiebel, ca. drei Zehen Knoblauch und Ingwer in der Größe der Zwiebel als Grundlage. Außerdem 1,5 Liter Gemüsebrühe, die bei mir meist aus 1,5 Litern Wasser und entsprechender Menge Instant-Gemüsebrühe besteht.

Würzig wird die Brühe durch 8 EL Sojasauce, 4 EL Sake und 1 Päckchen (6 g) Dashi-Pulver.

Für den Teriyaki Tofu benötigst du eine Packung Tofu und… Teriyaki-Sauce. Damit er würziger wird, lege ich ihn manchmal noch in Sojasauce ein.

Für die Nudelbasis brauchst du idealerweise Ramen-Nudeln. Die gibt es allerdings nicht überall, auch nicht im Asia-Laden meines Vertrauens. Dafür gibt es dort sehr dünne Udon-Nudeln, die sich auch gut eignen. Am besten suchst du dir die Nudeln aus, die deiner Vorstellung von Ramen-Nudeln am nächsten kommen.

Weitere Toppings der Suppe sind ein Nori-Blatt, ein Ei, optional vorgekocht und in Sojasauce und Mirin (süßem Reiswein) eingelegt. Muss aber nicht, dafür gibt‘s noch einen Quick Tip. Außerdem Frühlingszwiebeln, Dosenmais und Sesam.

Zubereitung

Als erstes setzt du die Eier auf. Diese müssen je nach Größe 7 – 9 Minuten wachsweich gekocht werden. Das Eigelb sollte nicht mehr flüssig sein. Während die Eier kochen, kannst du anfangen, Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer klein zu hacken. Diese drei Zutaten bilden die würzige Grundnote der Brühe und werden im Topf für die Brühe mit etwas Kokosöl angebraten.

Die Eier nach dem Kochen abschrecken und zur Seite legen. Wenn du sie etwas würziger haben möchtest, kannst du sie schon pellen und in Sojasauce und Mirin einlegen. Allerdings passiert in der knappen Stunde, die du noch für die Zubereitung der Ramen brauchen wirst, nicht so viel. Wenn du es also „richtig“ machen möchtest, müssen die Eier am Abend vorher vorbereitet werden.

Würzen der Ramen-Brühe mit Soja-Sauce. Aus dem Artikel Shoyu Ramen mit Teriyaki Tofu – schnell und lecker
Sojasauce ist die Basis von Shoyu Ramen © Daria / lemons

Wenn Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer angeröstet sind, löschst du das Gemüse mit 1,5 Litern Gemüsebrühe ab. Diese bekommt nun mit Sojasauce, Sake und Dashi Brühe ihren typischen würzigen Geschmack. Sind alle Zutaten im Topf, lässt du ihn auf kleiner Flamme leicht köcheln.

Als nächstes bereitest du den Tofu vor. Dafür schneidest du ihn in mundgerechte Würfel und legst ihn in Sojasauce ein. Damit der Tofu etwas ziehen kann, bereitest du schon mal die weiteren Einlagen und Toppings vor.

Die Frühlingszwiebel schneidest du in Ringe, den Mais kannst du schon mal abgießen und die Nudeln kochst du nach Packungsanweisung. 

Gebratener Tofu in Teriyaki-Sauce. Aus dem Artikel Shoyu Ramen mit Teriyaki Tofu – schnell und lecker
Durch das Ablöschen mit Teriyaki-Sauce bekommt der Tofu einen besonders würzigen Geschmack. © Daria / lemons

Jetzt muss noch der Tofu zubereitet werden. Diesen brätst du in einer Pfanne schön knusprig an. Wenn er so gut wie fertig ist, es also noch nicht „brenzlig“ wird, löschst du ihn mit einem guten Schuss Teriyaki-Sauce ab. Diese lässt du noch verkochen, aber achte darauf, dass die Teriyaki-Sauce nicht anbrennt. Das tut sie nämlich wegen des Zuckers sehr schnell.

Wenn alle Einlagen und Toppings fertig vorbereitet sind, gießt du die Brühe durch ein Sieb, um die Zwiebel-, Knoblauch- und Ingwerstücken auszusieben. Diese haben inzwischen ihren ganzen Geschmack an die Brühe abgegeben.

Schüssel mit Shoyu Ramen: Nudeln, Tofu, Mais, Frühlingszwiebel, Nori, Ei, Brühe. Aus dem Artikel Shoyu Ramen mit Teriyaki Tofu – schnell und lecker
Schnell zubereitet und mega lecker: Shoyu Ramen © Daria / lemons

Anrichten der Shoyu Ramen

Als erstes legst du ein Nori-Blatt, ca. 5 – 10 cm breit, in die Schale. Jetzt heißt es schnell sein, denn das Nori-Blatt reagiert sehr empfindlich auf Flüssigkeit. Darauf kommen die Nudeln, der Tofu, Mais, Frühlingszwiebeln und die Brühe.

Jetzt legst du vorsichtig das Ei, aufgeschnitten in zwei Hälften, an den Rand der Schale. Darauf träufelst du ein wenig Sojasauce*, wenn du es nicht über Nacht eingelegt hast, um ihm trotzdem einen besonderen Geschmack zu geben.

*Das war übrigens der anfangs erwähnte Quick Tip.

Als letztes garnierst du deine fertigen Ramen mit etwas Sesam und kannst nun dein ganz persönliches, komplett selbst zubereitetes Nudelglück genießen.

Itadakimasu!

Ramen-Rezept als Video

Zu dem Rezept habe ich auch ein kurzes Video gemacht, damit du dir alle Arbeitsschritte noch einmal kurz ansehen kannst.

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Rezept zum Abspeichern und Ausdrucken

Und natürlich gibt es eine praktische Kurzversion des Rezepts, die du dir ganz bequem bei Pinterest pinnen oder direkt für deine Rezepte-Sammlung ausdrucken kannst.

Shoyu Ramen Nahaufnahme. Titelbild des Artikels Shoyu Ramen mit Teriyaki Tofu – schnell und lecker

Shoyu Ramen mit Teriyaki Tofu

Schnelle Version der japanischen Nudelsuppe
Zubereitung 1 Std.
Gericht Hauptgericht
Portionen 3 Personen

Zutaten  

Brühe

  • 1 Zwiebel
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 Stück Ingwer
  • 1,5 l Gemüsebrühe
  • 8 EL Sojasauce
  • 4 EL Sake
  • 1 Pkg. Dashi Pulver ca. 6 Gramm

Einlagen und Toppings

  • 1 Pkg. Tofu
  • Sojasauce
  • Teriyaki-Sauce
  • 200 g Ramen-Nudeln oder ähnliche japanische Weizennuden
  • 1 1/2 Noriblätter 1/2 pro Schale
  • 3 Eier
  • 1-2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Dose Mais
  • Sesam

Zubereitung

  • Eier 7 – 9 Minuten wachsweich kochen, das Eigelb sollte nicht mehr flüssig sein.
  • Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer klein hacken, im Topf mit etwas Kokosöl anbraten.
  • Wenn diese angeröstet sind, mit Gemüsebrühe ablöschen.
  • Brühe mit Sojasauce, Sake und Dashi würzen, anschließend köcheln lassen.
  • Tofu vorbereiten: In mundgerechte Würfel schneiden und in Sojasauce einlegen.
  • Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, Mais abgießen.
  • Nudeln nach Packungsanweisung kochen.
  • Tofu in Kokosöl anbraten. Wenn er knusprig ist, mit Teriyakisauce ablöschen.
  • Anrichten: Nori-Blatt und Nudeln als Basis, darauf Tofu, Mais und Frühlingszwiebeln. Mit Brühe auffüllen. Am Ende jeweils 1 Ei aufgeschnitten auf die Suppe legen, mit Sojasauce und Sesam garnieren.

Titelbild: Daria

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