Veganen Bubble Tea selber machen – aus 4 Zutaten

Erinnerst du dich noch an die Zeit vor ungefähr 10 Jahren, als es an jeder Ecke in den Innenstädten poppig bunte Bubble Tea Läden gab? Selbst die Eisdiele bei mir um die Ecke hat damals – zugegeben, nicht besonders guten – Bubble Tea verkauft und ist damit auf den ultimativen Hype-Train meiner Teenie-Zeit aufgesprungen.

Was ist überhaupt Bubble Tea?

Bubble Tea oder auch Perlentee besteht grundsätzlich aus gesüßtem Tee mit Tapioka-Perlen. Tapioka ist eine geschmacklose Stärke, die aus der Maniokwurzel gewonnen wird. Gekocht nimmt Tapioka eine gummibärartige Konsistenz an. 

Alternativ gibt es noch Popping Bobas, kleine Kugeln aus Alginat (ein Geliermittel) mit fruchtiger Sirupfüllung. Dem klassischen Bubble Tea mit Tapioka wird meistens noch Milch(pulver) hinzugegeben, während Varianten mit den Popping Bobas eher mit verschiedenen Fruchtsirupen angeboten werden. 

Seinen Ursprung hat Bubble Tea im Taiwan der 80er Jahre. Richtig viral ging er tatsächlich aber zuerst in Japan und verbreitete sich von da aus über die ganze Welt. Bei uns in Deutschland wurde er erstmals 2009 verkauft und erlebte in den darauffolgenden drei Jahren einen riesigen Hype. 

Ist Bubble Tea gefährlich?!

2012 dann der Schock: Eine Untersuchung der RWTH Aachen ergab, dass sich in Bubble Tea nachweislich giftige Stoffe befanden. In einer Probe aus einem Laden in Mönchengladbach wurden die beiden Stoffe Styrol und Acetophenon gefunden – zwei Stoffe, die nicht in Lebensmittel gehören. 

Diese Meldung verbreitete sich natürlich wie ein Lauffeuer und führte dazu, dass der Bubble Tea Hype abrupt endete und die Geschäfte nach und nach schließen mussten. 

Umsonst, wie sich ein Jahr später herausstellte. Denn laut eines Sachverständigen des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe, das in eigenen Untersuchungen keine Giftstoffe in ihren Proben feststellen konnten, seien die Untersuchungen der RWTH Aachen nicht nach validierten Methoden gemacht worden. Das hielt die RWTH Aachen nicht davon ab, direkt die Presse über ihr Ergebnis zu informieren. Eine offizielle Pressemitteilung oder wissenschaftliche Publikationen lagen dazu nie vor. 

Langsame Rückkehr

Der Hype von damals scheint nicht unbegründet gewesen zu sein: Aktuell kämpft Bubble Tea sich wieder zurück in die Ladenzeilen und Hände junger Menschen, die die unverwechselbaren Kügelchen mit dicken Strohhalmen durch die Gegend schießen.

Und als dann meine Eisdiele um die Ecke wieder anfing, Bubble Tea zu verkaufen wurde mir klar: Er ist wieder da!

„Im Corona-Lockdown habe ich plötzlich viel Zeit, um neue Dinge auszuprobieren.“

Da ich, wie gesagt, schon damals Fan von Bubble Tea war, hat es nicht lange gedauert, dass das Verlangen in mir geweckt wurde, endlich mal wieder einen zu trinken. Doch das gestaltete sich schwieriger, als gedacht. 

Der Bubble Tea meiner Eisdiele war wieder schrecklich und die Schlange vor Comebuy am Ku’damm viel zu lang. Außerdem ist an einem gekauften Bubble Tea immer sehr viel Müll dran, die Zutaten sind meistens ziemlich chemisch… Und im Corona-Lockdown habe ich plötzlich viel Zeit, um neue Dinge auszuprobieren.

Also habe ich mich damit auseinandergesetzt, ob und wie man Bubble Tea zu Hause selbst machen kann. Und ich muss sagen: Man kann ihn sehr leicht selbst machen und mir schmeckt er sogar besser, als gekaufter Bubble Tea. Außerdem kann ich mir bei den verwendeten Zutaten sicher sein, dass keine giftigen Chemikalien drin sind.

Ran an die Perlen

Das Rezept für mein Bubble-Tea-Experiment habe ich von Bento Daisuki und nur das Mengenverhältnis am Ende etwas an meinen Geschmack angepasst.

Für einen klassischen Bubble Tea brauchst du nur 4 Zutaten: Teekonzentrat, Milchalternative (Hafer oder Soja), Tapiokaperlen und Zuckersirup. Dazu noch Wasser, um den Tee, die Tapiokaperlen und den Zuckersirup zu kochen und Eiswürfel.

Zutaten für Bubble Tea: Tee, Milchalternative, Tapiokaperlen, Zucker
Für deinen Bubble Tea brauchst du nur wenige Zutaten. © lemons / Daria

Zuckersirup findet man in jedem halbwegs gut sortierten Einkaufsladen. Ich habe mich allerdings dazu entschieden, ihn ganz nach Rezept selbst zu machen. Für den Zuckersirup kochst du Zucker – ich habe Rohrzucker verwendet – und Wasser im Verhältnis 1:1 kurz auf, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat und lässt ihn abkühlen.

Da man so etwas nicht alle Tage ausprobiert, habe ich gleich etwas mehr gemacht, um Tee und Drinks damit zu süßen.

Als nächstes stellst du das Teekonzentrat bzw. sehr starken Tee her. Dafür kannst du entweder Tee sehr lange ziehen lassen, oder sehr viel mehr Teeblätter aufgießen. Die zweite Methode hat den Vorteil, dass der Tee nicht so bitter wird, da du ihn nicht so lange ziehen lassen musst. Den Tee abkühlen lassen.

Am zeitaufwendigsten ist das Kochen der Tapiokaperlen. Pro Portion eignen sich ca. 20 g Tapiokaperlen. Diese gibst du ihn kochendes Wasser und kochst sie, bis sie die typische gummibärartige Konsistenz haben. Die Kochzeit kann je nach Sorte und Größe unterschiedlich sein. Halte dich am besten an die Anweisung auf der Verpackung oder probiere zwischendurch.

Die fertigen Tapiokaperlen sind absolut geschmacklos, deshalb werden sie in Zuckersirup eingelegt. Dafür die Tapiokaperlen in eine Schüssel geben, ein paar Löffel Zuckersirup dazugeben und gut umrühren.

Wenn alle Zutaten fertig sind, müssen sie nur noch zu einem köstlichen Bubble Tea zusammengemixt werden:

Bubble Tea Nahaufnahme mit Tapiokaperlen, Tee und Hafermilch im Hintergrund
Geschmacklich eine kleine Reise nach Ostasien.
© lemons / Daria

Zuerst mixt du alle flüssigen Zutaten (Tee, Milchalternative, Zuckersirup nach Belieben) zusammen mit den Eiswürfeln in einem Shaker o.ä. zusammen. Tee und Milchalternative stehen dabei im Verhältnis 1:1.

Dann gibst du die Tapiokaperlen in ein Glas. Den fertigen Milchtee gießt du auf die Tapiokaperlen und fertig ist dein Bubble Tea.

Gānbēi!

Rezept

Bubble Tea Vegan

Leichter zubereitet, als du denkst!
5 von 1 Bewertung
Vorbereitung 30 Min.
Zubereitung 5 Min.
Gericht Getränke
Portionen 2

Utensilien

  • Teekanne
  • Messbecher
  • Shaker

Zutaten  

  • 250 ml starker Jasmintee
  • 250 ml Milchalternative z.B. Hafermilch
  • 40 g Tapiokaperlen ungekocht
  • 100 g Rohrzucker
  • 100 ml Wasser
  • Eiswürfel

Zubereitung

  • Für den Zuckersirup 100 ml Rohrzucker in 100 ml Wasser kurz aufkochen bis der Zucker vollständig aufgelöst ist. Abkühlen lassen.
  • Einen sehr starken Jasmintee kochen, 3 – 5 Minuten ziehen lassen. Abkühlen lassen.
  • 40 g Tapiokaperlen für ca. 30 Minuten oder nach Packungsangabe kochen. Gekochte Tapiokaperlen in ca. 50 ml Zuckersirup einlegen.
  • Pro Portion (250 ml) 125 ml Jasminteekonzentrat mit 125 ml Milchalternative, Zuckersirup nach Geschmack und Eiswürfeln gut durchshaken. Tapiokaperlen in ein Glas geben, Milchtee dazu geben.

Notizen

Ursprüngliches Rezept gesehen bei Bento Daisuki

Titelbild: lemons / Daria

Folge uns auch auf Instagram und abonniere unseren Newsletter, um nichts mehr zu verpassen.

2 Gedanken zu „Veganen Bubble Tea selber machen – aus 4 Zutaten“

Schreibe einen Kommentar

Rezeptbewertung